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AKV zeigt sich fahrsicher

Das Wachstum des Unternehmens zieht seine Spur nicht nur durch den Personalstamm und das Patientenregister. Der Fuhrpark zählt mittlerweile stolze 25 PKW, 2 Motorroller und ein weiteres Nutzfahrzeug unseres allseits bekannten Herrn Garlitz. Zur Freude aller kam im vergangenen Sommer ein Elektrofahrzeug hinzu. Außerdem nutzt die Tagespflege einen Shuttle-Bus und einen für ihre Bedürfnisse umgebauten PKW zum Transport der Gäste. Vom frühen Morgen bis in die späten Abendstunden sind wir mit diesen Fahrzeugen auf den Straßen von Longerich, Lindweiler, Weidenpesch, Mauenheim und Niehl unterwegs und fahren dabei an einem durchschnittlichen Wochentag insgesamt etwa 800 Kilometer.
Grund genug die Mitarbeiter des AKV hinsichtlich der möglichen Gefahren im Straßenverkehr zu rüsten und sie darin zu schulen, wie man sich in aufkommenden Gefahrensituationen angemessen verhält.
Bei der sich daraus ergebenden Frage, wie diese Aufgabe in die Tat umzusetzen ist, wandte sich der Verein an den ADAC, mit dessen Hilfe es uns möglich war, für einige Mitarbeiter einen Arbeitstag der besonderen Art und Weise zu gestalten.

Start ins Abeteuer Autofahren


Und so kommt es dazu, dass wir uns am Samstagmorgen, dem 18. April mit einem Team, bestehend aus 10 Mitarbeitern , in unserer Niederlassung in der Oldenburger Straße versammeln.
Um 7.30 ist das Ensemble schließlich gemäß der bekannten Redewendung »pünktlich wie die Pfleger« vollständig, zum Aufbruch bereit. Noch eben eine Kiste Wasser aus dem Keller geholt, den Schlüsselkasten um 5 PKW-Schlüssel erleichtert und schon kann es losgehen.

Als wir das Gebäude verlassen, steht Herr Menne, unser Fahrer aus der Tagespflege, bereits startklar mit dem Bus vor der Tür. Bei offenem Fenster blättert er noch entspannt durch die letzten Seiten der Tageszeitung, während sich die Gefolgschaft in fragender Erwartung zu je zwei Personen in einem PKW hinter ihm einreiht.  
»Was erwartet uns heute?«
Eine Frage, die zum jetzigen Zeitpunkt niemand zu beantworten weiß, also starten wir getreu dem Motto "Et es wie et es un et kütt wie et kütt", in den Tag.
 
Und so ziehen wir los...

Die Sonne begleitet uns an diesem Morgen anhänglich und scheut auch nicht davor zurück, für uns über die Grenzen Kölns hinaus zu scheinen. Per Kolonne bahnen wir uns den Weg über die Autobahn 57 in Richtung Neuss, Kaarst , wo wir die nächsten 9 Stunden auf einem Verkehrsübungsplatz zubringen werden. Die erste Hürde ist bereits genommen, als wir gemeinsam das Ziel erreichen.
Dort angekommen sind wir vorerst damit beschäftigt, interessiert das Gelände des ADAC zu erkunden. Der zweigeteilte Verkehrsübungsplatz sieht zum einen ein Gelände für Fahranfänger vor, wohingegen ein angrenzender Teil separat für Gruppenveranstaltungen genutzt werden kann. Da sich auf dem Separee keine Menschenseele befindet, ahnen wir bereits, dass dieser Teil für uns reserviert ist. Nach dem Abstellen der Autos kommt uns Herr Duszny, unser Kursleiter, entgegenspaziert und heißt uns herzlich willkommen. Vom Parkplatz aus geht es zunächst in den Schulungsraum des ADAC, welcher sich auf dem Gelände unmittelbar neben der Fahrstrecke auf einer kleinen Anhöhe befindet. Nach einer ausführlichen Einweisung in das Thema Fahrsicherheit geht es fürs Erste hinaus auf die Bahn und allmählich rückt die Antwort auf die Frage, was uns an diesem Tag  erwarten würde, näher.

 

Herr Menne hält den Bus sicher in der Spur


Per Funkgerät werden die Fahranweisungen prompt ins Fahrzeug übermittelt. Wir beginnen sachte mit einer Vollbremsung bei 30 Km/h auf trockenem Asphalt. In zwei weiteren Schritten steigern wir uns auf 50 km/h. Einige Fahrer staunen nicht schlecht, als sie hierbei in Erfahrung bringen, wie sicher sich ihr Gefährt bei vollem Durchtreten des Bremspedals verhält.
Herr Hillebrand, unser kaufmännischer Leiter, der es sich an diesem Tag nicht nehmen lässt uns zu begleiten, verzichtet zwar auf die Teilnahme am Training, doch wenn er nicht gerade als Beifahrer mitfährt, hat er offensichtlich am bloßen Zusehen seinen Spaß.
Während die einen noch etwas schüchtern bremsen, steigen die anderen bereits hemmungslos, aus voller Fahrt, in die Eisen.
Neben den praktischen Übungen wechseln wir ein ums andere Mal in den Seminarraum um wichtige Hintergrundinformationen, zu den Themen ABS, Fahrverhalten auf verschiedenem Untergrund und allgemeine Fahrphysik zu erfahren.

Nach einigen weiteren Durchgängen auf der Fahrbahn, bei unterschiedlich simulierten Witterungsverhältnissen, machen wir uns zur Mittagszeit gemeinsam auf den Weg ins nahegelegene Ortszentrum. Dort verbringen wir die Pause beim Mittagstisch in einem Restaurant damit, uns über aktuelle Geschehnisse auszutauschen. Auch das Haus- und Hof Thema Pflege darf hierbei natürlich nicht fehlen.
Gesättigt und ausgeruht geht es daraufhin zurück zum Trainingsgelände. Im weiteren Verlauf gelingt es Herrn Duszny auch die schreckhafteren in der Gruppe zu ermutigen, sodass die Übungen im Laufe des Nachmittags immer besser absolviert werden.
Weitere Lehrgangsinhalte sind das Bremsen bei gleichzeitigem Ausweichen, Parken, sowie das Umfahren von Hindernissen. Alle Übungen werden bei verschieden simulierten Witterungs- und Untergrundverhältnissen durchgeführt. Das Ausweichen von Hindernissen bei 50 Km/h auf nasser Fahrbahn stellt sich dabei als besonders knifflig heraus. Der ein oder andere Dreher lässt sich dabei kaum vermeiden, was zur allgemeinen Belustigung führt. Unermüdlich kommentiert Herr Duszny seine Beobachtungen per Funk in die Fahrerkabine und gibt Verbesserungsvorschläge für die nächsten Versuche.

Herr Duszny hilft beim Einparken


Im Anschluss daran gilt es, so schnell wie möglich auf einer enggeführten, kreisförmigen Strecke zu fahren. Die Schwierigkeit hierbei liegt darin, durch die freigesetzten Fliehkräfte nicht die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren und die Geschwindigkeit mit verschiedenen Bremsenmethoden zu regulieren.
Etwas erschöpft aber froh darüber, dass weder uns noch den Autos ein Kratzer zuteilwurde, versammeln wir uns ein letztes Mal für diesen Tag im Seminarraum. Hier reflektieren wir den Tag, tauschen gesammelte Erfahrungen aus und geben Feedback. Abschließend wird unsere Teilnahme mit der Aushändigung eines Zertifikates belohnt.
Gegen 18 Uhr endet das Training und hinsichtlich der am Morgen auftretenden Frage, was uns an diesem Tag erwarten würde, haben wir nun auch eine Antwort. Wir hatten einen erfahrungsreichen, wissenswerten, anstrengenden, aber auch spaßigen Tag, der sich in den Knochen und im Kopf festgesetzt hat. Schlussendlich beschließen wir, die Sonne wieder mit nach Köln zu nehmen und machen uns auf, in den wohlverdienten Feierabend.



Vielen Dank an den ADAC für den kooperativen Ablauf der Organisation und einen erfolgreichen Tag